2026
Schenkung der Nolde-Freunde
Emil Nolde, „Junge Frau“, 1906
Strich- und Tonätzung, Kaltnadel, Kupferplatte
19,5 x 15,5 cm
signiert und datiert unten rechts „Emil Nolde. 05.“
Wvz. Schiefler-Mosel 22, I
Im zweiten Band seiner Lebenserinnerungen gibt Emil Nolde Einblick in seine Sehnsucht nach dem ländlichen Leben auf Alsen: „Wir saßen verkümmert in Berlin. Wir sehnten uns nach Landruhe, nach Frieden und Entspannung, nach unserem Fischerhaus auf Alsen. Kleine Landmenschen wieder sein im kleinen Haus. Wir sitzen in den Vormittagsstunden in der Sonne auf dem Holzbrett an der warmen Hausmauer. Ich die Pfeife rauchend, die halblange Meerschaumpfeife, die ich nach Vater geerbt. Stundenlang wollte ich rein gar nichts tun, nur die Augen ruhend auf dem Frühlingsgarten und im blühenden Apfelbaum. Ja, der ganze Waldboden war dann ja weiß von allen tausenden lilalieben Anemonen, schön, schön. – Und dann, alle Nachmittage, will ich wieder arbeiten im kleinen Atelier am Meer, der geliebten Bretterbude, arbeiten, arbeiten.“ (II, 182) Und an einem dieser Tage, an denen Ada allein im „Zauberheim“ zurückbleibt, Klavier spielt, näht oder sich um den Gemüse- und Blumengarten kümmert, wird die junge Frau zum Motiv für Emil.
Im Zentrum der Radierung „Junge Frau“ sitzt Ada in der kleinen Wohnstube und näht. Nolde hat von der Radierung vier Zustände geschaffen. Während es von den Zuständen II bis IV jeweils zwischen 10 und 20 Stück gibt, ist der Zustand I nur in zwei Exemplaren gedruckt worden. Im Bestand der Nolde Stiftung Seebüll hat dieser Zustand bislang gefehlt und ist nun eine wunderbare Ergänzung und Vervollständigung. Der Zustand I zeichnet sich im Gegensatz zu den anderen Zuständen durch eine umrisshafte Stichätzung der Figur, eine helle Tonätzung des Hintergrundes aus, der nur in der Konturzone am Kopf und in der rechten unteren Bildecke dunkler ist.
Dr. Christian Ring, Direktor

2025
Die Nolde-Freunde konnten einen sehr seltenen Holzschnitt Emil Noldes zu erwerben, der anlässlich des Sommerfestes 2025 dem Nolde-Museum übergeben werden konnte.
Es handelt sich um ein Blatt aus der bedeutenden Mappe der Märchenholzschnitte (1906). Alle 10 Märchenholzschnitte aus der Schenkung von Prof. Gerlinger waren zusammen mit der vom Künstler und Ada gestalteten Mappe in der 67. Jahresausstellung zu sehen. Unser Blatt ist der seltene erste Zustand des Holzschnittes „Mädchenphantasie“.

2024
Die Nolde-Freunde beteiligten sich am Ankauf dreier von Ada gewebten Kissen, die nach Entwürfen ihres Mannes Emil Nolde gefertigt wurden. Das Foto zeigt einen Blick in die Wohnstube des Ehepaares Nolde.

2023

2022

© Nolde-Stiftung Seebüll
2021
Zuschuss für den Ankauf der Nolde-Lithografie „Mühle am Wasser“, 1926

© Nolde-Stiftung Seebüll
2017
7.075.04 € Anschaffung von Briefen aus 1911 und 1920
10.949,66 € Eingangstür Gruft Ada und Emil Nolde geschaffen von Rupprecht Matthies, Hamburg
1.725,50 € Erstellung eines Internetauftritts
515,00 € Zwei Workshops wurden abgehalten mit Schülern aus Niebüll und der Gemeinschaftsschule Husum Nord

Gruft Ada und Emil Nolde
2015
60 € Kostenübernahme einer öffentlichen Führung aus Anlass Noldes Geburtstag
210 € Kostenübernahme einer Kinderführung am Internationalen Museumstag
2433,25 € Gastspiel Theater Baden-Baden „Deutschstunde“
2014
5.000 € Anschaffung 34 Stammbuchblätter
2016
550 € Unterstützung Schülerworkshop, Auguste-Viktoria-Schule Flensburg
2013
2011
2012
2.800,00 € Anschaffung Archivalien, Dokumente, Briefe
1.160,25 € Hinweisschild für die Grabstelle Noldes Eltern
600,00 € Poesiealbum Jolanthe Nolde